Die besten Zahlungsanbieter für WordPress

Von Mohammad Alkhalil Aktualisiert am 7 Min. Lesezeit
WordPress Zahlungsanbieter im Vergleich
Inhalt
  1. Warum der richtige Zahlungsanbieter so wichtig ist
  2. Worauf du bei Zahlungsanbietern für WordPress achten solltest
  3. Die besten WordPress Zahlungsanbieter im Überblick
  4. Stripe: der Favorit für Entwickler und Abo-Modelle
  5. PayPal: der Klassiker mit hohem Vertrauen
  6. Mollie: viele Zahlungsarten aus einer Hand
  7. Klarna: Rechnung und Ratenkauf für mehr Bestellungen
  8. WooPayments: die hauseigene Lösung von WooCommerce
  9. Vergleichstabelle: Zahlungsanbieter für WordPress auf einen Blick
  10. WooCommerce oder Easy Digital Downloads?
  11. Sicherheit und PCI DSS
  12. Welcher WordPress Zahlungsanbieter passt zu deinem Shop?
  13. Häufige Fragen (FAQ)
  14. Fazit

Die Wahl des richtigen WordPress Zahlungsanbieters gehört zu den wichtigsten Entscheidungen für jeden Online-Shop. Der Checkout ist der kritischste Moment im ganzen Kaufprozess: Laut Baymard Institute werden rund 70 % aller Warenkörbe abgebrochen, ein Teil davon, weil die gewünschte Zahlungsart fehlt, der Bezahlvorgang umständlich ist oder Kunden dem Shop nicht vertrauen. In diesem Beitrag vergleichen wir die wichtigsten Zahlungsanbieter für WordPress und WooCommerce, zeigen dir die aktuellen Gebühren und helfen dir bei der Entscheidung.

➡ Das Wichtigste in Kürze:

Für Shops in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Mollie oft die einfachste Komplettlösung, weil ein Plugin Karte, SEPA-Lastschrift, PayPal, Klarna und Rechnungskauf abdeckt. Stripe und WooPayments haben die günstigsten Kartengebühren (1,5 % + 0,25 € für Standardkarten aus dem EWR) und eignen sich für Abos und internationale Shops. PayPal solltest du fast immer zusätzlich anbieten, und Klarna lohnt sich vor allem bei höherpreisigen Produkten. Kombiniere zwei bis drei Zahlungsarten, statt alles anzubieten.

Stand dieses Beitrags: November 2026. Gebühren ändern sich regelmäßig, prüfe die aktuellen Konditionen deshalb immer direkt beim Anbieter.

Warum der richtige Zahlungsanbieter so wichtig ist

Welcher Zahlungsanbieter zu deinem Shop passt, hängt von deiner Zielgruppe, deinem Umsatz und deinen technischen Anforderungen ab. Die Entscheidung beeinflusst:

  • Deine Conversion-Rate: Je vertrauter und reibungsloser der Bezahlvorgang, desto mehr Bestellungen schließen ab.
  • Deine Transaktionskosten: Schon wenige Zehntelprozent Unterschied summieren sich übers Jahr zu einem spürbaren Betrag.
  • Deine Reichweite: Nicht jeder Anbieter unterstützt alle Länder, Währungen und lokalen Zahlungsarten.
  • Deine Rechtssicherheit: Themen wie DSGVO, starke Kundenauthentifizierung (PSD2) und Verbraucherschutz spielen eine zentrale Rolle.
  • Deinen Aufwand: Ein gut gepflegtes Plugin spart dir Zeit bei Einrichtung, Updates und Rückerstattungen.

Worauf du bei Zahlungsanbietern für WordPress achten solltest

Bevor wir die einzelnen Zahlungsanbieter für WordPress vorstellen, lohnt sich ein Blick auf die Kriterien, nach denen du vergleichen solltest:

  • Gebühren: Fast alle Anbieter berechnen einen Prozentsatz plus einen festen Betrag pro Zahlung. Achte auch auf Aufschläge für Premium- und Nicht-EU-Karten, Währungsumrechnung und Rückbuchungen (Chargebacks).
  • Zahlungsarten: In Deutschland sind PayPal, Kauf auf Rechnung, SEPA-Lastschrift und Kreditkarte besonders gefragt. Apple Pay und Google Pay gewinnen vor allem mobil an Bedeutung.
  • WooCommerce-Integration: Gibt es ein offizielles, aktiv gepflegtes Plugin? Lässt sich alles aus dem WordPress-Backend verwalten?
  • Sicherheit: Tokenisierung, 3D Secure und eine automatische Betrugserkennung sollten selbstverständlich sein.
  • Support und Auszahlung: Wie schnell kommt dein Geld auf dem Konto an, und wie gut erreichst du den Support, wenn es klemmt?

Die besten WordPress Zahlungsanbieter im Überblick

Für Shops im deutschsprachigen Raum sind vor allem diese fünf Lösungen relevant:

  • Stripe – technisch führend, ideal für Abos und internationale Shops
  • PayPal – die bekannteste Zahlungsart in Deutschland, inklusive Rechnungskauf
  • Mollie – viele lokale Zahlungsarten aus einer Hand, ideal für den DACH-Raum
  • Klarna – Spezialist für Rechnung und Ratenkauf
  • WooPayments – die hauseigene Lösung von WooCommerce

Stripe: der Favorit für Entwickler und Abo-Modelle

Stripe ist seit Jahren der bevorzugte WordPress Zahlungsanbieter für technisch anspruchsvolle Shops. Die API und die Dokumentation gelten als vorbildlich, und wer eigene Checkout-Abläufe, Abonnements oder Marktplätze umsetzen möchte, kommt an Stripe kaum vorbei.

Funktionen

Neben Kreditkarten unterstützt Stripe unter anderem SEPA-Lastschrift, Apple Pay, Google Pay, iDEAL, Bancontact und Klarna. Die integrierte Betrugserkennung Stripe Radar prüft Zahlungen automatisch. Mit Stripe Billing lassen sich wiederkehrende Zahlungen mit Testphasen und anteiliger Abrechnung umsetzen, ideal für Mitgliederbereiche oder SaaS-Angebote auf WordPress-Basis. In WooCommerce bindest du Stripe über das offizielle Plugin WooCommerce Stripe Payment Gateway ein.

Kosten

  • Standardkarten aus dem EWR: 1,5 % + 0,25 €
  • Premiumkarten aus dem EWR: 2,8 % + 0,25 €
  • Karten von außerhalb des EWR: 3,15 % + 0,25 € (plus 2 % bei Währungsumrechnung)
  • SEPA-Lastschrift: 0,35 €
  • Klarna über Stripe: ab 2,99 % + 0,35 €
  • Keine Einrichtungs- oder Monatsgebühren

Für wen eignet sich Stripe? Für Shops mit Abo-Modellen, internationaler Kundschaft oder individuellen Anforderungen an den Checkout.

PayPal: der Klassiker mit hohem Vertrauen

Kein anderer Name steht in Deutschland so sehr für Online-Zahlungen wie PayPal. Viele Kunden kaufen bei einem unbekannten Shop eher, wenn sie mit PayPal bezahlen können, weil sie dem Käuferschutz vertrauen. Für WooCommerce gibt es das offizielle Plugin WooCommerce PayPal Payments. Darüber bietest du neben dem PayPal-Konto auch Kartenzahlung, Rechnungskauf (über Ratepay) und „Später bezahlen“ an.

Kosten und Einschränkungen

PayPal berechnet für Zahlungen aus Deutschland 2,99 % + 0,39 € pro Transaktion (Stand: 4. November 2026). Das gilt auch für Kartenzahlungen und den Rechnungskauf über PayPal. Damit ist PayPal teurer als Stripe oder Mollie. Hinzu kommen Gebühren für Währungsumrechnung bei internationalen Zahlungen.

Ein bekanntes Risiko ist das vorübergehende Einfrieren von Händlerkonten, besonders bei neuen oder schnell wachsenden Shops. Setze PayPal deshalb am besten zusätzlich zu einem zweiten Zahlungsanbieter ein, nicht als einzige Option.

Mollie: viele Zahlungsarten aus einer Hand

Der niederländische Anbieter Mollie hat sich zu einem der beliebtesten Zahlungsanbieter für WordPress-Shops in Deutschland, Österreich und der Schweiz entwickelt. Der große Vorteil: Über ein einziges Plugin (Mollie Payments for WooCommerce) aktivierst du Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, PayPal, Apple Pay, Klarna, Rechnungskauf und viele weitere Zahlungsarten. Das Onboarding gilt als unkompliziert, der Support ist auf Deutsch erreichbar.

Kosten

  • Privatkundenkarten aus dem EWR: 1,8 % + 0,25 €
  • Firmenkarten aus dem EWR: 2,9 % + 0,25 €, Karten von außerhalb: 3,25 % + 0,25 €
  • SEPA-Lastschrift: 0,35 €
  • Klarna: 2,99 % + 0,35 €
  • Rechnungskauf über Riverty: 2,99 % + 0,35 €, für Geschäftskunden über Billie: 3,49 % + 0,35 €
  • PayPal über Mollie: PayPal-Gebühren + 0,10 €
  • Keine Monatsgebühren für Online-Zahlungen

Für wen eignet sich Mollie? Für Shops, die hauptsächlich im deutschsprachigen Raum und in Westeuropa verkaufen und möglichst viele Zahlungsarten mit wenig Aufwand anbieten wollen.

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Klarna: Rechnung und Ratenkauf für mehr Bestellungen

Klarna ist in Deutschland der bekannteste Anbieter für Kauf auf Rechnung und Ratenzahlung. Für viele Kunden ist die Rechnung nach wie vor die liebste Zahlungsart, weil sie erst nach Erhalt der Ware bezahlen. Klarna übernimmt die Bonitätsprüfung und das Ausfallrisiko, du erhältst dein Geld trotzdem zügig.

Zahlungsoptionen

  • Rechnung: Der Kunde bezahlt nach Erhalt der Ware innerhalb einer festgelegten Frist.
  • Ratenkauf: Größere Einkäufe lassen sich in Raten aufteilen. Das kann den durchschnittlichen Bestellwert erhöhen.
  • Sofort bezahlen: Direkte Zahlung per Karte oder Bankkonto über die Klarna-Oberfläche.

Kosten und Einbindung

Über Stripe, Mollie oder WooPayments kostet Klarna jeweils 2,99 % + 0,35 € pro Transaktion. Alternativ kannst du einen direkten Vertrag mit Klarna abschließen und das offizielle Klarna-Plugin für WooCommerce nutzen, die Konditionen werden dann individuell vereinbart. Weise in deiner Datenschutzerklärung auf die Datenverarbeitung durch Klarna hin, da für die Bonitätsprüfung personenbezogene Daten übermittelt werden.

WooPayments: die hauseigene Lösung von WooCommerce

WooPayments (früher WooCommerce Payments) wird von den Machern von WooCommerce entwickelt und läuft im Hintergrund über Stripe. Der größte Vorteil ist die enge Integration: Zahlungen, Rückerstattungen, Streitfälle und Auszahlungen verwaltest du direkt im WooCommerce-Dashboard, ohne zwischen verschiedenen Oberflächen zu wechseln.

Die Kartengebühren in Deutschland liegen bei 1,5 % + 0,25 € (plus 2 % für Karten außerhalb Europas), Klarna kostet 2,99 % + 0,35 €. Monatliche Gebühren fallen nicht an. Beachte: Bei Rückerstattungen werden die Transaktionsgebühren nicht erstattet.

Für wen eignet sich WooPayments? Für Shop-Betreiber, die eine einfache, vollständig integrierte Lösung suchen und keine Sonderwünsche an den Checkout haben.

Vergleichstabelle: Zahlungsanbieter für WordPress auf einen Blick

AnbieterKarte (EWR, Standard)SEPA-LastschriftRechnung / RatenAbosIdeal für
Stripe1,5 % + 0,25 €0,35 €über Klarna✅Abos, internationale Shops
PayPal2,99 % + 0,39 €✅✅ (Ratepay)✅Vertrauen, Zusatzoption
Mollie1,8 % + 0,25 €0,35 €✅ (Klarna, Riverty, Billie)✅DACH-Shops, Einsteiger
Klarna––✅❌Höherpreisige Produkte
WooPayments1,5 % + 0,25 €✅über Klarna✅WooCommerce-Einsteiger

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand November 2026. Monatliche Grundgebühren fallen bei keinem der Anbieter für Online-Zahlungen an. Quellen: Preisseiten von Stripe, PayPal, Mollie und WooPayments.

WooCommerce oder Easy Digital Downloads?

Welche Zahlungsanbieter du nutzen kannst, hängt auch vom Shop-Plugin ab. WooCommerce ist die mit Abstand verbreitetste Lösung für physische und digitale Produkte, und praktisch jeder Zahlungsanbieter stellt dafür ein offizielles Plugin bereit. Easy Digital Downloads ist auf digitale Produkte wie Software, E-Books oder Kurse spezialisiert, schlanker und unterstützt ebenfalls Stripe und PayPal. Verkaufst du ausschließlich digitale Produkte, ist EDD eine gute Alternative. In allen anderen Fällen ist WooCommerce die erste Wahl.

Sicherheit und PCI DSS

Wer Kartenzahlungen annimmt, muss den Sicherheitsstandard PCI DSS einhalten. Die gute Nachricht: Wenn du einen der hier vorgestellten Anbieter nutzt, werden Kartendaten direkt beim Zahlungsdienst eingegeben und nie auf deinem Server gespeichert. Dein Aufwand reduziert sich dadurch erheblich. Die großen Anbieter sind selbst nach dem höchsten Level zertifiziert.

Trotzdem bleibt die Sicherheit deines Shops in deiner Verantwortung:

  • Betreibe deinen Shop ausschließlich über HTTPS.
  • Halte WordPress, Theme und Plugins regelmäßig aktuell.
  • Sichere den WordPress-Login mit Zwei-Faktor-Authentifizierung ab.
  • Nutze eine Web Application Firewall und lass deine Website regelmäßig auf Malware prüfen.
  • Die starke Kundenauthentifizierung (3D Secure) ist in der EU seit der Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 Pflicht. Die Plugins der genannten Anbieter setzen sie automatisch um.

Genauso wichtig ist die Verfügbarkeit: Ausfälle im Shop oder im Zahlungssystem kosten direkt Umsatz, gerade an Aktionstagen.

Sicherheit wird bei uns groß geschrieben!

Wir sichern jede WordPress-Webseite mithilfe moderner Technologien und künstlicher Intelligenz vor Cyberangriffen ab. Unsere Web Application Firewall (WAF) blockiert Angreifer vor dem Eindringen in unsere IT-Systeme. Regelmäßig wird deine WordPress-Webseite außerdem kostenlos auf Malware geprüft. Wird sie mit Malware befallen, stehen wir dir mit Rat und Tat kurzfristig zur Seite!

Welcher WordPress Zahlungsanbieter passt zu deinem Shop?

  • Kleiner oder mittlerer Shop im DACH-Raum: Mollie als Komplettlösung, eventuell ergänzt um das offizielle PayPal-Plugin.
  • Abo-Modelle, SaaS oder internationale Kundschaft: Stripe (oder WooPayments) plus PayPal.
  • Höherpreisige Produkte wie Möbel, Elektronik oder Mode: Unbedingt Rechnung und Ratenkauf anbieten, zum Beispiel über Klarna.
  • Einsteiger, die alles im WooCommerce-Backend verwalten wollen: WooPayments.
  • B2B-Shops: Rechnungskauf für Firmenkunden, etwa über Billie (via Mollie), und SEPA-Lastschrift.

Häufige Fragen (FAQ)

Kann ich mehrere Zahlungsanbieter in WordPress gleichzeitig nutzen?

Ja, und das ist sogar empfehlenswert. Eine typische Kombination ist Stripe oder Mollie für Karte und Lastschrift plus PayPal. Biete aber nicht zu viele Zahlungsarten an: Zwei bis vier gut ausgewählte Optionen sind übersichtlicher als zehn.

Welcher Anbieter hat die niedrigsten Gebühren?

Für Standardkarten aus dem EWR sind Stripe und WooPayments mit 1,5 % + 0,25 € am günstigsten. Bei SEPA-Lastschrift liegen Stripe und Mollie mit 0,35 € pro Zahlung gleichauf. Bei hohem Umsatz lohnt es sich, individuelle Konditionen zu verhandeln.

Brauche ich für jeden Anbieter ein eigenes Plugin?

In der Regel ja. Anbieter wie Mollie decken mit einem Plugin aber sehr viele Zahlungsarten ab und reduzieren so die Zahl der Plugins in deinem Shop.

Was passiert bei einer Rückbuchung (Chargeback)?

Der Zahlungsanbieter hält den Betrag zurück und gibt dir die Möglichkeit, Nachweise einzureichen, etwa eine Versandbestätigung. Für jeden Fall fällt meist eine zusätzliche Gebühr an, bei WooPayments zum Beispiel 15 €. Klare Produktbeschreibungen und eine gute Betrugserkennung senken das Risiko.

Ist Klarna DSGVO-konform?

Klarna ist ein europäisches Unternehmen und unterliegt der DSGVO. Du musst in deiner Datenschutzerklärung trotzdem auf die Datenübermittlung an Klarna und die Bonitätsprüfung hinweisen.

Fazit

Den einen besten WordPress Zahlungsanbieter gibt es nicht. Die richtige Wahl hängt von deiner Zielgruppe, deinem Umsatz und deinen Produkten ab. Für die meisten Shops im deutschsprachigen Raum ist eine Kombination aus Mollie oder Stripe für Karte und Lastschrift, PayPal als vertraute Zusatzoption und Rechnungskauf für höherpreisige Produkte ein sehr guter Start.

Die technische Einrichtung ist bei allen Anbietern schnell erledigt. Beobachte nach dem Start, welche Zahlungsarten deine Kunden tatsächlich nutzen und wo sie im Checkout abbrechen, und optimiere dann Schritt für Schritt. Damit dein Checkout auch bei vielen Bestellungen schnell und sicher bleibt, braucht dein Shop außerdem ein solides Fundament: Unsere WordPress-Hosting-Tarife sind für WooCommerce optimiert und bringen WAF, tägliche Backups und Premium-Caching bereits mit.

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